Aktuelles Welpenhandel

Aktuelle Entwicklungen: Es tut sich was!

15.12.2021

Filmtipp: Geklickt, geliefert, gestorben  - Das organisierte Geschäft mit kranken Hundewelpen


Ein Film von Karin Bauer, © 2021 SRF


Vor Kurzem erschien im Schweizer Rundfunk eine Dokumentation zum Thema Welpenhandel, die sehr eindringlich die Missstände, Problemlagen und das Tierleid, dass sich hinter diesem Geschäft versteckt, beleuchtet. Wir können die Doku, die auf Youtube zur Verfügung steht, jedem empfehlen!


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21.09.2021

Tierschutzminister Mückstein plant Rechtsanpassung: Schluss für Ausnahmeregelung der Tollwutimpfung


Immer noch ist Österreich eines der wenigen EU-Länder, das von einer Ausnahmeregelung gebrauch macht, die die Einfuhr von Welpen ohne Tollwutimpfung ermöglicht. Damit soll jetzt Schluss sein: Tierschutzminister Mückstein plant eine Rechtsanpassung, die für die Einfuhr von Welpen eine gültige Tollwutimpfung vorschreibt. Das Mindestalter für eine Einfuhr wäre damit 16 Wochen, nicht wie aktuell 8 Wochen, und würde eine weitere Hürde für Welpenhändler bedeuten!


Mit diesem Schritt wäre eine der Forderungen unserer Petition endlich durchgesetzt! Doch damit geben wir uns noch nicht zufrieden. Denn uns ist klar, dass es damit im Kampf gegen den Welpenhandel noch lange nicht getan ist. Denn keine Verordnung nutzt den Hunden, wenn sie nicht in ausreichendem Maß vollzogen wird, wenn nicht intensive Kontrollen stattfinden und Verstöße streng bestraft werden. Nur so können Schlupflöcher vermieden und dem illegalen Handel ein Riegel vorgeschoben werden.


11.09.2021

Bremen: Welpe verstarb an Folgen der Tollwut!


In einer Tierklinik in Deutschland wurde Anfang September ein schwer kranker Kangal-Welpe vorstellig, der trotz intensivmedizinischer Versorgung verstarb. Da der Hund keinen Impfnachweis hatte und aus dem Ausland stammte, wurde eine Obduktion eingeleitet. Das erschreckende Ergebnis: Der Hund starb an den Folgen der Tollwut – einer sowohl für Mensch als auch Tier hoch ansteckenden und lebensbedrohlichen Viruserkrankung, die bei uns eigentlich als ausgerottet gilt.

30 Mitarbeiter wurden notgeimpft. die Impfungen müssen nun in kurzen Abständen wiederholt werden.

Dieser Vorfall zeigt, wie brandgefährlich der Import von Welpen ungewisser Herkunft sein kann. Mit dem Kauf solcher Welpen wird nicht nur Tierleid im Herkunftsland billigend in Kauf genommen und sogar aktiv gefördert, sondern auch Menschen- und Tierleben im direkten Umfeld gefährdet.



Jetzt Petition unterzeichnen

 Wie erkenne ich dubiose Geschäfte?

Checkliste für den Welpenkauf

  • Mehrere Rassen werden angeboten

    Werden mehrere Rassen zum Verkauf angeboten, handelt es sich mit großer Sicherheit um einen Vermehrer.  Hier heißt es: Finger weg!

  • Mehrere Würfe verschiedenen Alters

    Sind beim "Züchter" viele Welpen unterschiedlichen Alters vorhanden, die nicht aus dem selben Wurf stammen können, handelt es sich wahrscheinlich um einen Händler. 

  • Elterntiere sind bekannt

    Auch, wenn die kleinen, tapsigen Hundekinder natürlich die Augen auf sich ziehen: Schenken sie auch den Elterntieren Ihre Aufmerksamkeit. Wirken sie gesund, freundlich und zugänglich? Sollte der Besitzer Ausreden finden, warum KEINE Elterntiere besichtigt werden können, ist höchste Vorsicht geboten!

  • Welpen können besucht werden

    Besuchen Sie das potentielle neue Familienmitglied bereits VOR dem Abholtermin, um sich ein Bild von der Umgebung, in der der Welpe auswächst sowie den Besitzern zu machen.

  • Welpe wird geimpft, gechipt und mit vollständigem Pass übergeben

    Bei einer seriösen Abgabe sind die Hundekinder  MINDESTENS 8 Wochen alt, geimpft, gechipt und haben einen korrekten Pass - bei Rassehunden auch einen Abstammungsnachweis. Fehlt hier etwas, ist Vorsicht geboten.

  • Übergabe zu Hause

    Ein Welpe ist eine Entscheidung für die nächsten 15 Jahre - dafür sollte einem kein Weg zu weit sein! Holen Sie den Welpen direkt aus seinem Zuhause ab und lassen Sie sich auf keine  Fall auf eine Parkplatzübergabe ein.

  • Recherchieren

    In der heutigen digitalen Welt ist es oft einfach, mit wenigen Klicks am Computer viel über den Züchter oder Händler herauszufinden. Zögern sie nicht, Google zu befragen oder sich in sozialen Medien schlau zu machen. Auch Kontakt zum behandelnden Tierarzt kann aufgenommen werden, um sich von der Seriösität des Hundebesitzers zu überzeugen.

  • Tierschutz um Hilfe bitten

    Viele Händler täuschen bewusst und skrupellos liebevolle Züchter vor, um ihre Hunde zu verkaufen. Für Laien ist es hier oft schwer, die Lage zu beurteilen. Gerne helfen wir hier mit unserer Erfahrung weiter - zögern Sie nicht, uns bei Unsicherheiten zu kontaktieren.

Checkliste für den Welpenhandel hier downloaden

Checkliste Welpenkauf herunterladen
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