Das Tierheim Arche Noah

Die Arche Noah.

Ein sicherer Hafen für Tiere in Not. 

Manche Geschichten beginnen nicht mit einem großen Plan. Sondern mit einem Menschen, der nicht länger zuschauen will. 

 

1977 saß Herbert Oster in seinem Büro in der Hackhergasse in Graz und wusste: Wenn Tiere leiden, reicht Mitgefühl allein nicht aus. Es braucht Menschen, die handeln. Menschen, die hinausgehen, hinschauen und dort helfen, wo andere wegsehen. 
Aus dieser Haltung entstand der Aktive Tierschutz Austria. Ein Netzwerk aus engagierten Tierfreundinnen und Tierfreunden in der ganzen Steiermark. Menschen, die bereit waren, für Tiere in Not aufzustehen und ihnen Schutz, Versorgung und eine neue Chance zu geben. 

 

Der Satz, der damals entstand, begleitet uns bis heute:  „Wo Tiere leiden, dort hat der Aktive Tierschutz seinen Platz.“ Er ist kein Leitspruch für die Wand. Er ist unser Kurs. 

Die erste Arche Noah. Ein Hafen entsteht

Schon bald war klar: Wer Tiere rettet, braucht einen Ort, an dem sie ankommen können.

Immer mehr ausgesetzte, verletzte und vernachlässigte Tiere wurden ins Büro in der Hackhergasse gebracht. Hunde, Katzen und andere Schützlinge fanden dort zwar Hilfe, aber der Platz reichte nicht mehr aus. Ein echtes Tierheim musste entstehen.

 

Die Stadt Graz stellte ein Grundstück in der Puchstraße zur Verfügung. Herbert Oster tat, was ihn sein gesamtes Leben lang auszeichnete: Er griff zum Telefon, suchte Unterstützerinnen und Unterstützer, bat Unternehmen um Materialspenden und überzeugte Menschen davon, dass Tierschutz einen festen Ankerplatz braucht.

 

Viele hielten das Vorhaben für zu groß. Doch 1979, nach nur einem Jahr Bauzeit, stand sie da: die erste Arche Noah.

 

Ein sicherer Hafen für Tiere, die niemand mehr wollte. Für Tiere, die verletzt, ausgesetzt oder gequält worden waren. Für Tiere, die endlich ankommen durften.

 

Die Arbeit war hart. Die Tage lang. Die Nächte oft kurz. Arbeitsstunden zählte kaum jemand, solange Näpfe gefüllt, Wunden versorgt und Tiere getröstet werden mussten.

 

Der Gegenwind war stark, der Druck hoch, die Sorgen um Spenden und Finanzierung allgegenwärtig. Aber die Mannschaft hielt Kurs.

Neue Ufer am Neufeldweg

Bis zum Jahr 2000 wurden in der Puchstraße abertausende Tiere aufgenommen, versorgt und vermittelt. Doch die Arche war längst zu klein geworden. Ein neuer Standort musste her.

 

Es folgten Verhandlungen, Gespräche, Rückschläge und wieder viel Beharrlichkeit. Tierschutz braucht Herz, aber manchmal auch einen sehr langen Atem. Am Ende gelang der nächste große Schritt: die neue Arche Noah am Neufeldweg.

 

Heute zählt die Arche Noah mit Platz für 163 Hunde und 204 Katzen zu den größten Tierheimen Österreichs. Doch Größe allein sagt wenig über uns aus. Entscheidend ist, was darin passiert.

 

Bei uns wird kein Tier einfach abgewiesen, weil es alt ist. Oder krank. Oder schwierig. Jedes Tier bekommt eine Chance. Manche brauchen nur ein warmes Bett und Geduld. Andere brauchen medizinische Hilfe, Training, Erfahrung und Menschen, die nicht gleich aufgeben.

 

Über die Jahre hat sich die Arche Noah besonders in der Betreuung schwieriger Hunde einen Namen gemacht. Rund 50 sogenannte rote Hunde leben derzeit bei uns. Hunde mit besonderen Geschichten, besonderen Bedürfnissen und oft wenigen Optionen. Bei uns bekommen auch sie einen Platz an Bord.

Mehr als ein Tierheim

Herbert Oster wusste früh: Ein Tierheim ist wichtig. Aber Tierschutz darf nicht erst dort beginnen, wo ein Tier bereits gerettet wurde.

 

Wir müssen hinaus. Dorthin, wo Tierleid entsteht. Auf Straßen, in Höfe, in Wohnungen, in Betriebe, zu Menschen, die Hilfe brauchen oder Verantwortung lernen müssen.

 

Aus diesem Gedanken entstanden die Ressorts, die unsere Arbeit bis heute tragen und im Bewusstsein der Menschen breite Wellen geschlagen haben.

Tierrettung

Unsere Tierrettung ist seit der Gründung im Einsatz für verletzte, zurückgelassene und in Not geratene Tiere. Am Anfang fuhr der Obmann Herbert Oster selbst mit dem Privatauto los. Heute ist unsere Tierrettung steiermarkweit unterwegs. Finanziert ausschließlich durch Spenden und getragen von unserer Arche-Crew und geschulten Ehrenamtlichen, die ausrücken, wenn Tiere Hilfe brauchen.

Tierinspektorat

Unser Tierinspektorat ist viel mehr als Kontrolle. Es ist Aufklärung, Vermittlung, Dokumentation und oft die Brücke zu Behörden. Hier geht es darum, Missstände zu erkennen, Bewusstsein zu schaffen und auch Tiere aus schlechten Haltungen zu befreien und langfristig Verbesserungen zu schaffen. Auch die Zusammenarbeit mit großen Handelsketten bei Kontrollen rund um Eier und Hühnerhaltung zählt zu den wichtigen Erfolgen dieses Ressorts.

Katzenhilfe, Futterstellen und Pferdehilfe

Nicht jedes Tierleid passt in einen Zwinger oder ein Katzenzimmer. Deshalb kümmern wir uns auch um freilebende Katzen, Futterstellen, Pferde in Not und jene Fälle, die leise passieren, aber genauso dringend sind.

Tierarztpraxis Liebenau

Medizinische Versorgung gehört bei uns direkt an Bord. In der Tierarztpraxis Liebenau werden unsere Schützlinge betreut, behandelt, operiert und liebevoll umsorgt. Gleichzeitig steht die Praxis auch externen Patientinnen und Patienten offen.

Wir sitzen alle im selben Boot

Tierschutz funktioniert nicht im Alleingang. Kein Verein, kein Tierheim und keine Organisation kann alles allein stemmen.

 

Darum war Vernetzung für die Arche Noah immer Teil des Kurses. In der Steiermark, in Österreich und über Grenzen hinaus.

 

Denn am Ende gilt: Wir sitzen alle im selben Boot. Und jedes Tier, das gerettet wird, ist ein gemeinsamer Erfolg.

Aufbruch 2026

Die Arche Noah bleibt nicht in einem Hafen stehen. 2026 setzten wir erneut die Segel für einen großen Umbau. Wir erweitern, modernisieren und schaffen neue Möglichkeiten für Tiere in Not. 


Mehr Raum. Bessere Bedingungen. Neue Chancen. Mehr Sicherheit für Tier und Mensch.
 


Was entsteht, soll nicht nur größer werden, sondern besser. Für Hunde, Katzen und all jene Tiere, die bei uns Schutz suchen.
 


Bleiben Sie an Bord. Wir halten Sie auf dem Laufenden. 

Häufige Fragen zur Arche Noah und zum Aktiven Tierschutz Austria

Der Aktive Tierschutz Austria wurde 1977 von Herbert Oster in Graz als Verein gegründet. Aus der Überzeugung heraus, dass Tierschutz nicht bei Worten enden darf.

Arche Noah ist der Name des Tierheims des Aktiven Tierschutz Austria und wurde 1979 in der Puchstraße eröffnet. Der heutige Standort am Neufeldweg besteht seit 2000.

Die Arche Noah bietet Platz für 163 Hunde und 204 Katzen und zählt damit zu den größten Tierheimen Österreichs.

Unser Anspruch ist klar: Kein Tier soll abgewiesen werden, nur weil es alt, krank oder schwierig ist. Wir geben jedem Tier eine Chance und suchen den Weg, der zu seinem Leben passt.

Rote Hunde sind Hunde mit besonderem Betreuungsbedarf. Viele haben schwierige Erfahrungen gemacht, zeigen Verhaltensauffälligkeiten oder brauchen besonders erfahrene Menschen. Wir arbeiten mit Geduld, Fachwissen und speziell geschulten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit ihnen.

Unsere Tierrettung wird ausschließlich durch Spenden finanziert. Jede Unterstützung hilft dabei, dass wir weiter ausrücken können, wenn Tiere in Not sind.

Die Arche Noah wird erweitert und modernisiert. Ziel ist es, bessere Bedingungen, mehr Möglichkeiten und neue Perspektiven für Tiere in Not zu schaffen. Dabei stehen vor allem mehr Ruhe, mehr Sicherheit und besserer Schutz für Tier und Mensch im Mittelpunkt.

Gerne. Für Presseanfragen, Hintergründe oder Bildmaterial wenden Sie sich bitte an:
katharina.gruendl@aktivertierschutz.at

Unsere Schwerpunkte

Rettung, Pflege, Vermittlung und Aufklärung – das sind die zentralen Schwerpunkte unserer Tierschutzarbeit. Hier zeigen wir, wofür wir uns täglich einsetzen und wie wir Tieren nachhaltig helfen.

Spenden absetzbarkeit

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