ARCHE NOAH

Unsere Presseaussendungen


Arche Noah überwältigt von Hilfsbereitschaft für „Baustellen-Urlaub“ der Tierheimhunde

Die Arche Noah ist tief bewegt von der großen Resonanz auf ihre Aktion rund um den bevorstehenden Tierheim-Umbau: Innerhalb kürzester Zeit haben sich mehr als 200 Menschen gemeldet, um einem Tierheimhund für die Dauer der Bauphase ein Zuhause auf Zeit zu schenken.

 

Diese außergewöhnliche Welle der Hilfsbereitschaft zeigt, wie groß die Verbundenheit vieler Tierfreundinnen und Tierfreunde mit den Schützlingen der Arche Noah ist. Besonders erfreulich: Für alle Hunde konnte bereits ein passender Pflege- oder Urlaubsplatz gefunden werden. Der Umbau kann somit beginnen.

 

Dass sich so viele Menschen gemeldet haben, ist auch der tollen Berichterstattung in den Medien zu verdanken. Durch die breite mediale Aufmerksamkeit konnte die Aktion viele tierliebe Menschen erreichen und innerhalb kürzester Zeit eine enorme Unterstützung auslösen. Dafür spricht die Arche Noah allen beteiligten Medienvertreterinnen und Medienvertretern ihren herzlichen Dank aus.

 

„Wir sind wirklich überwältigt von der großen Bereitschaft zu helfen“, heißt es seitens der Arche Noah. Die Zahl der eingegangenen Anfragen war so groß, dass eine persönliche Beantwortung jeder einzelnen Nachricht derzeit leider nicht möglich ist. Umso wichtiger ist es dem Team, allen Interessierten auf diesem Weg ein aufrichtiges Dankeschön auszusprechen.

 

Auch wenn aktuell keine weiteren Plätze im Rahmen des „Baustellen-Urlaubs“ verfügbar sind, möchte die Arche Noah mit den vielen hilfsbereiten Menschen in Kontakt bleiben. Wer Interesse hat, kann sich weiterhin über Newsletter, Social Media oder per Post über künftige Aktionen, Notfälle und Möglichkeiten zur Unterstützung informieren.

Frau sitzt am Schreibtisch mit Chihuahua auf dem Schoß, Smartphone in der Hand.

FOTO: @Arche Noah: Auch der tierische Mitarbeiter Karli hilft unserer Claudia (Hundevergabe) beim Beantworten der zahlreichen Nachrichten.

 

 

Die Arche Noah bedankt sich von Herzen bei allen, die helfen wollten oder weiterhin helfen möchten.

 

Diese Hilfsbereitschaft macht Tierschutz erst möglich.

12.03.2026

 


„Baustellen-Urlaub“ für Hunde

Sofa statt Baustelle: Arche Noah sucht Bauzeit-Gastfamilien während des Hundebereich-Umbaus. Die ersten Bagger rollen am 23. März an.

 

Graz, März 2026 – Nach acht Jahren Vorbereitung ist es endlich so weit: Dank der Unterstützung des Landes Steiermark kann die Arche Noah den Umbau des Hundebereichs starten. Baustart ist der 23. März 2026, die Fertigstellung der ersten 16 Zwingeranalgen ist für Anfang Juni geplant. Was für den Tierschutz ein großer Schritt nach vorne ist, wird im Alltag eine echte logistische Herausforderung – vor allem für die Hunde.

 

Damit die Tiere die Bauphase so stressfrei wie möglich überstehen, startet die Arche Noah eine Aktion, die an den erfolgreichen „Weihnachtsurlaub“ anknüpft – diesmal heißt sie: „Baustellen-Urlaub“ für Hunde. Gesucht werden Gastfamilien, Paare oder Einzelpersonen, die einem Hund für einige Wochen (oder auch kürzer – je nach Möglichkeit) ein Zuhause auf Zeit schenken.

 

Warum das so wichtig ist: Bauarbeiten bedeuten Lärm, Veränderungen, Gerüche, Unruhe. Dinge, die Hunde im Tierheim besonders belasten können. Ein ruhiger Platz in einer Wohnung oder einem Haus ist für viele Tierheimhunde in dieser Zeit die beste Entlastung.

 

So funktioniert der „Urlaub“

  • Gut vorbereitet: Das Team der Arche Noah berät, welcher Hund zu welcher Lebenssituation passt.
  • Kennenlernen: Spaziergänge und ein behutsames „Beschnuppern“, bevor der Hund einzieht.
  • Begleitet & verantwortungsvoll: Unterstützung durch das Hundeteam während der gesamten Zeit.
  • Ohne Druck: Es ist keine Adoption „durch die Hintertür“ – aber wenn es funkt, ist ein Happy End natürlich möglich.

„Wir freuen uns riesig, dass der Umbau endlich starten kann – gleichzeitig wollen wir alles daransetzen, dass unsere Hunde nicht die Leidtragenden der Bauphase sind“, so die Arche Noah. „Ein Baustellen-Urlaub ist für die Tiere nicht nur praktisch, sondern oft auch ein kleines Stück Normalität: Ruhe, Routine, Nähe und vielleicht sogar die Chance, ihr Herz zu verschenken.“

Schwarzer Hund 'Pongo' liegt neben einer Kiste voller Spielzeuge vor dem Tierheim Arche Noah in Graz.

Spaniel Pongo hat seine Sachen schon gepackt und ist bereit für seinen Siedel-Urlaub – oder auch für ein Für-immer-Zuhause!!

Aufruf: Wer kann helfen?

Wer zwischen 23. März und Anfang Juni einen Hund zeitweise aufnehmen kann, hilft ganz konkret und spürbar. Auch kurze Zeiträume können wertvoll sein, besonders wenn mehrere Plätze gemeinsam die Bauzeit abdecken.

 

Kontakt & Anmeldung:
Bitte meldet euch bei der Hunde-Vergabe der Arche Noah:
hundevergabe@aktivertierschutz.at oder schauen Sie auf www.aktivertierschutz.at/baustellenurlaub

10.03.2026

 


Arche Noah Graz: Einbruch in der Nacht

Ziel war die Buchhaltung, den Tieren geht es gut, die Ermittlungen laufen.

 

Graz, 4. März 2026 – – In der Nacht von gestern auf heute wurde im Tierschutzhaus Arche Noah in Graz ein Einbruch verübt. Besonders alarmierend: Ziel des Einbruchs war nicht die übliche „Beute“ wie Geld, technische Geräte oder Wertgegenstände, sondern die Buchhaltung unseres Vereins. Das Wichtigste: Den Tieren wurde zum Glück kein Schaden zugefügt und alle sind wohlauf.

 

Betroffen ist jener Bereich, in dem Tresor, Kassa sowie sämtliche wirtschaftliche und behördliche Unterlagen verwahrt werden – darunter Verträge, Dokumente und sensible Unterlagen, die für den laufenden Betrieb des Tierschutzhauses essenziell sind.

 

Die Polizei wurde umgehend verständigt, und auch die Spurensicherung war vor Ort. Dabei konnten Hinweise gesichert werden, die nun in die laufenden Ermittlungen einfließen.

 

Nach derzeitigem Stand wurden keine Wertsachen, keine PCs, keine Kameras und kein Geld entwendet. Was die Situation jedoch besonders ernst macht: Ob Unterlagen fehlen oder ob Inhalte möglicherweise abfotografiert wurden, kann aktuell noch nicht abschließend beurteilt werden. Das wird sich erst im Zuge der weiteren Prüfung zeigen.

 

„Wir sind fassungslos. Wie kommt man auf die Idee, in ein Tierheim einzubrechen – in einen Ort, an dem Tag und Nacht für Tiere in Not gearbeitet wird?“, so die Arche Noah. „Jede Störung trifft am Ende nicht uns als Organisation, sondern jene, die keine Stimme haben: die Tiere, die Schutz brauchen.“

Beschädigte Fensterrahmenkante mit sichtbarem Lackabblätterung und Schmutz.

FOTO: @Arche Noah

Text: Das aufgebrochene Fenster

Bitte um Hinweise aus der Bevölkerung

Wir bitten dringend um Unterstützung: Wer in der Nacht von gestern auf heute im Bereich des Tierschutzhauses Arche Noah in Graz etwas Auffälliges bemerkt hat – Personen, Fahrzeuge, ungewöhnliche Geräusche oder Bewegungen - möge sich bitte melden. Auch Hinweise, die auf den ersten Blick unwichtig erscheinen, können entscheidend sein.

 

Kontakt für Hinweise:
Arche Noah Tierschutzhaus Graz
office@aktivertierschutz.at

0316/ 42 19 42

 

Hinweise können bitte auch direkt bei der Polizei eingebracht werden.

Wir danken der Polizei und der Spurensicherung für das rasche Einschreiten und die professionelle Arbeit vor Ort – und bedanken uns bei allen Menschen, die mit Hinweisen helfen, diesen Vorfall aufzuklären.

04.03.2026

 


Menschliche Not, tierisches Elend: 

Arche Noah rettet Hündin und elf Katzen

Weißer Tierheimhund 'Wilhelm' mit kurzen Haaren, der auf einer niedrigen Mauer steht und neugierig schaut.

 

Graz/Südoststeiermark, Februar 2026: Das Tierheim Arche Noah in Graz wurde in den vergangenen Tagen zu einem besonders belastenden Tierrettungseinsatz in der Südoststeiermark gerufen. Vor Ort mussten ein Hund und elf Katzen aus einem abgelegenen, äußerlich stark heruntergekommenen Bauernhaus geborgen und in Sicherheit gebracht werden.

 

Was sich hinter zugezogenen Vorhängen verbarg, ließ bereits beim Betreten erahnen, dass hier nicht nur Tiere Hilfe brauchten. In dem Haus spielte sich eine menschliche und tierische Tragödie ab: Müll, Chaos und Unordnung – tierischer Kot am Boden, menschliche Ausscheidungen in Kübeln, kein WC, lediglich fließendes Wasser in der Küche. Dazu Ungeziefer. Es sind Bilder und Gerüche, die man nicht vergisst – und die einmal mehr zeigen: Tierisches Leid geht sehr oft mit menschlichem Leid einher.

 

Die Hintergründe sind traurig und zugleich beispielhaft für eine Entwicklung, die Tierschützer immer häufiger sehen: Ein älteres Ehepaar lebte hier unter zunehmend schwierigen Bedingungen. Die Frau ist vor kurzem verstorben, der Mann musste ins Krankenhaus. Ein Verwandter brachte nachweislich Futter und versuchte, die Situation aufzufangen. Doch manchmal reicht das nicht aus – nicht, weil Menschen gleichgültig wären, sondern weil Alter, Krankheit, Überforderung und Vereinsamung eine Lage entstehen lassen können, die niemand mehr alleine bewältigt.

Sicherung der Tiere

 

Der Hund, eine rund sieben Jahre alte Hündin namens Lisa, konnte rasch gesichert werden. Sie war unsicher, aber nicht aggressiv. Ihr Ernährungszustand ist gut, doch der gesundheitliche Zustand zeigt deutliche Spuren der Umstände: starker Flohbefall, ungepflegtes Fell, Liegeschwielen, Haarausfall und kahle, schuppige Stellen sowie Hinweise auf Hauterkrankungen, die nun veterinärmedizinisch abgeklärt und behandelt werden.

 

Die elf Katzen konnten nicht sofort alle eingefangen werden – sie waren sehr scheu und mussten in den folgenden Tagen mit Katzenfallen gesichert werden. Auch bei ihnen ist der Ernährungszustand überwiegend in Ordnung, jedoch zeigten sie Flohbefall, Verletzungen, teils Schnupfen, Augenentzündungen und deutliche Stresssymptome. Für viele Tiere bedeutet das Einfangen und der Transport eine enorme Belastung – aber es ist der erste Schritt in Richtung Sicherheit und Versorgung.

Dieser Einsatz ist kein Einzelfall. Immer wieder geraten Tiere in Not, weil Menschen in Not geraten. Wenn alte Menschen vereinsamen, wenn Krankheit, Trauer und Kraftlosigkeit den Alltag überwältigen, kippt das Leben manchmal still und schleichend. Von außen sieht man oft wenig – geschlossene Vorhänge, eine Fassade, die niemanden einlädt. Dahinter aber können Zustände entstehen, die niemandem würdig sind: weder den Menschen noch den Tieren.

 

Wichtig ist uns: In diesem Fall geht es nicht darum, die Tierhalter anzuklagen. Es geht darum zu zeigen, wie schnell Fürsorge zur unüberwindbaren Herausforderung werden kann, wenn jemand alleine ist, alt und krank – und wenn Hilfe zu spät kommt oder nicht erreichbar ist. Tierschutz bedeutet auch hinzuschauen, bevor es eskaliert: mit offenen Augen in der Nachbarschaft, mit sozialer Unterstützung, mit niederschwelligen Hilfsangeboten.

 

Versorgung in der Arche

Die Tiere sind nun im Tierheim Arche Noah in Graz in Sicherheit und werden medizinisch versorgt, behandelt, stabilisiert und – sobald es möglich ist – auf ein Leben vorbereitet, das diesen Namen verdient. Wir hoffen, dass Hund und Katzen nach der Genesung ihre zweite Chance bekommen: ein ruhiges, sauberes Zuhause, verlässliche Versorgung und Menschen, die sie nicht mehr alleine lassen.

17.02.2026

 

Bei Minusgraden ausgesetzt: 

Hundewelpe vor dem Tierheim Arche Noah gefunden

 

Graz, 12. Dezember 2025

Heute, kurz nach 7 Uhr morgens, erlebte das Team des Tierheims Arche Noah in Graz einen Schreckmoment: Vor der Haupteingangstür stand ein Katzencaddy – darin kein Kätzchen, sondern ein kleiner Hund. Draußen herrschten Minusgrade, in der Box lag nur eine dünne Decke.

Und: eine junge Hündin, ein Pekinesen(Mix). Sie zitterte am ganzen Körper, kroch förmlich in die Arme von Tierpflegerin Lisa, die sie gefunden hatte, und ließ alles still über sich ergehen. Lisa wickelte sie in die Decke und wartete gemeinsam mit ihr auf die Tierärzte.

 

Tierpflegerin Lisa hält die kleine Hündin Elsa in den Armen, nachdem sie sie gefunden hat.

Bei der Erstuntersuchung zeigte sich:
Die Hündin ist rund vier Monate alt und ist gechipt. Beim Auslesen des Chips stellte sich heraus: Elsa– so haben wir sie genannt, weil sie uns bei der Kälte an die Disney-Eisprinzessin erinnerte – stammt aus Mazedonien.

 

Was ist mit ihr passiert?
Wurde sie illegal eingeschleppt? Über das Internet bestellt und dann „unpraktisch“, weil sie noch nicht stubenrein ist oder nicht alleine bleiben kann? Wurde sie aus Überforderung einfach kommentarlos vor unserer Tür abgestellt?

 

All das sind Spekulationen – doch eines ist klar:

So ein junges, unschuldiges Lebewesen bei Minusgraden in einer Transportbox zu deponieren und wegzugehen, ist mehr als nur verantwortungslos. Jeder Mensch, der sein Tier nicht behalten kann, kann sich an uns wenden – aber bitte persönlich und rechtzeitig.

Statt einer ruhigen Ankunft im sicheren Tierheim muss Elsa nun wochenlange Quarantäne über sich ergehen lassen. Sie braucht alle notwendigen Impfungen, Entwurmungen, Tests und medizinischen Kontrollen, um anzukommen und sicher mit anderen Hunden Kontakt haben zu dürfen.

Rosa Transportbox für Tiere mit Gitter und kleinem Welpen Elsa vor der Tür des Tierheims Arche Noah in Graz.

Für Elsa bedeutet das:

  • eine längere Zeit in Isolation,
  • regelmäßige tierärztliche Checks,
  • spezielle Pflege und Zuwendung,
  • und für das Tierheim: erhebliche Kosten für medizinische Versorgung und Betreuung.

Trotz allem: Elsa hat Glück im Unglück. Sie ist jetzt in Sicherheit, wird warm, satt und medizinisch versorgt – und soll nach der Quarantäne, wenn sie gesund und stabil ist, ein liebevolles Zuhause finden, in dem man Verantwortung ernst nimmt.

Hilfe für Elsa und andere Schicksale

Die Versorgung von Tieren wie Elsa– inklusive Quarantäne, Impfungen, medizinischer Behandlung, hochwertigem Futter und intensiver Betreuung – ist teuer und ohne Unterstützung von außen kaum zu bewältigen.

 

Wir bitten daher um Unterstützung für Elsa und andere Notfälle im Tierheim Arche Noah.

 

Ihre Spende hilft konkret bei:

  • tierärztlichen Untersuchungen und Behandlungen
  • Impfungen, Entwurmungen und notwendigen Tests
  • Spezialfutter und schonender Aufbaukost
  • sicherer Unterbringung und liebevoller Pflege

Bitte unterstützen Sie Elsa: 
 

Empfänger: Aktiver Tierschutz Austria

IBAN:  AT71 3800 0000 0513 5025

 

Verwendungszweck: PA Elsa

 

Jeder Beitrag – ob klein oder groß – hilft, dass Elsa und viele andere Tiere eine echte zweite Chance bekommen.

12.12.2025

 

Weihnachtsurlaub für Tierheimhunde:

Arche Noah lädt ein, Verantwortung auf Zeit zu übernehmen oder vielleicht sogar ein neues Familienmitglied zu bekommen.

 

Graz, Dezember 2025: Während viele Menschen Weihnachten im Kreis der Familie feiern und die meisten Tierheime ihre Tiervergabe vor Weihnachten einstellen, verbringen zahlreiche Hunde die Feiertage im Zwinger.  Das Tierheim ARCHE NOAH geht auch heuer zum bereits zweiten Mal einen anderen Weg und bietet den „Weihnachtsurlaub“ für Tierheimhunde an: Interessierte können einen Hund für einige Tage oder über die Feiertage zu sich nehmen – gut vorbereitet, begleitet und ohne Druck, ihn dauerhaft übernehmen zu müssen.

 

Ziel der Aktion ist es, den Tieren eine Auszeit vom Tierheimstress zu schenken und Menschen gleichzeitig die Möglichkeit zu geben, das Leben mit Hund realistisch zu testen, bevor sie eine langfristige Entscheidung treffen. Tiere sollen nicht als spontanes Geschenk unter dem Christbaum landen, sondern als bewusst gewählte Familienmitglieder.

 

Wissenschaftlich belegt: Auszeiten senken den Stress

 

Tierheime sind trotz guter Betreuung eine belastende Umgebung. Studien zeigen, dass schon kurze Auszeiten den Stresshormonspiegel (Cortisol) von Tierheimhunden deutlich senken können:

  • In einer groß angelegten Studie zu ein- und zweitägigen „Sleepovers“ in Pflegefamilien sank der Cortisolspiegel der Hunde während des Aufenthalts klar ab; nach der Rückkehr ins Tierheim stieg er wieder auf das ursprüngliche Niveau an, blieb aber nicht dauerhaft erhöht, während die Hunde zugleich längere, ruhigere Ruhephasen zeigten (Gunter et al., PeerJ, 2019).
  • Andere Untersuchungen belegen, dass schon 15 Minuten ruhige Interaktion und Streicheln mit einer Person die Cortisolwerte von Tierheimhunden messbar senken und mit entspannterem Verhalten einhergehen (McGowan et al., Applied Animal Behaviour Science, 2018).

Kurz gesagt: Jeder Tag außerhalb des Zwingers ist für die Hunde eine echte Erholung, selbst wenn sie danach wieder ins Tierheim zurückkehren.

 

So funktioniert der Weihnachtsurlaub

Interessierte Familien, Paare oder Einzelpersonen können sich ab sofort melden. Der Ablauf ist bewusst klar strukturiert und verantwortungsvoll:

  • Kontakt: per E-Mail an hundevergabe@aktivertierschutz.at oder über das Formular auf
    www.aktivertierschutz.at/weihnachtsurlaub/
  • Beratung & Auswahl: Das Team der Arche Noah bespricht Lebens- und Wohnsituation und schlägt passende Hunde vor.
  • Kennenlernen: Mehrere gemeinsame Spaziergänge zum „Beschnuppern“, bevor der Hund auf Zeit einzieht.
  • Weihnachtsurlaub: Der Hund zieht für einige Tage oder über die Feiertage ein. Die genaue Dauer wird gemeinsam vereinbart, ideal sind mehrere Tage am Stück.

Im vergangenen Jahr konnten 18 von 20 Hunden aus der Weihnachtsaktion dauerhaft in ihren Weihnachtsfamilien bleiben. Für die übrigen waren die ruhigen Tage abseits des Tierheimalltags eine wertvolle Verschnaufpause – und die zusätzlichen Informationen der Pflegefamilien helfen heute bei der Vermittlung.

 

Kein Geschenkartikel – aber eine ehrliche Entscheidungshilfe

Der Weihnachtsurlaub ist kein „Hund zum Ausprobieren“, der danach einfach zurückgegeben wird, sondern ein von Fachleuten begleiteter, zeitlich begrenzter Verantwortungszeitraum.

 

Wenn sich alle ineinander verlieben, steht einer Adoption selbstverständlich nichts im Weg. Wenn es nicht passt, kehrt der Hund in die Arche Noah zurück, bleibt geschützt versorgt und die Familie hat verantwortungsvoll geprüft, ob ein Hund wirklich in ihr Leben passt und das Arche Team bekommt wichtige Infos zum Verhalten des Tieres außerhalb des Tierheimalltags.

 

Schenken wir Tierheimhunden ein Weihnachtsfest – und geben wir ihnen die Chance, ein Herz zu erobern.

 

Weißer Tierheimhund 'Wilhelm' mit kurzen Haaren, der auf einer niedrigen Mauer steht und neugierig schaut.

02.12.2025

 


Spatenstich setzt Startschuss für notwendigen Umbau im Grazer Tierheim Arche Noah

Unter Landesrat Hannes Amesbauer stellt das Tierschutzressort die Finanzierung von 300.000 Euro sicher – Stadt Graz bleibt trotz Verantwortung weiterhin säumig.

 

Graz (19. November 2025) - Der dringend notwendige Umbau im Tierheim Arche Noah in Graz kann endlich anlaufen. Das Tierschutzressort des Landes Steiermark, unter der Verantwortung von Landesrat Hannes Amesbauer, stellt für den ersten Bauabschnitt 300.000 Euro bereit. Damit ist nicht nur der Landesanteil gesichert – dieser Schritt legt zugleich ein wesentliches Fundament für die Arbeit der Arche Noah. Er ermöglicht den Baustart und schafft darüber hinaus die notwendige Planungssicherheit für die kommenden Entwicklungsschritte. Am heutigen Vormittag erfolgte der symbolische Spatenstich für den Umbau des Hundebereichs.

 

Gruppenfoto von Personen mit Helmen beim Spatenstich   im Freien für den Umbau des Tierheims Arche Noah in Graz.

„Wir nehmen unsere Verantwortung wahr. Mit der Bereitstellung von 300.000 Euro leisten wir den notwendigen Anschub, um den längst überfälligen Umbau in Gang setzen zu können“, unterstreicht der zuständige Tierschutzlandesrat Hannes Amesbauer und fügt hinzu: „Trotz der angespannten Budgetsituation ist es gelungen, die erforderlichen Mittel für dieses wichtige Projekt bereitzustellen.“

 

Freudig begleitet wurde der Spatenstich von den langjährigen Spaziergängern. Einige von ihnen führen die Hunde des Tierheims seit beinahe 30 Jahren regelmäßig aus. Die Arche Noah nutzte diesen feierlichen Tag, um den ehrenamtlichen Unterstützern eine besondere Ehrennadel zu verleihen. 

 

„Die langjährigen Spaziergänger sind eine tragende Säule im Alltag der Arche Noah. Ihr jahrzehntelanges Engagement und ihre Verlässlichkeit zeigen, was gelebter Tierschutz in der Steiermark bedeutet. Wer bei jedem Wetter kommt und den Hunden nicht nur Zeit, sondern echte Zuwendung schenkt, verdient größten Respekt“, unterstreicht Tierschutzlandesrat Hannes Amesbauer. 

 

Der erste Bauabschnitt umfasst dringend notwendige bauliche Maßnahmen im Bereich der Unterbringung von Hunden, unter anderem auch gefährlicher Tiere, die oft unter schwierigen Voraussetzungen ins Tierheim kommen. Die Investition beläuft sich auf rund 700.000 Euro. Dabei entstehen 16 moderne, hundegerechte Einheiten, die unter anderem Rückzugsmöglichkeiten, Sicherheitsschleusen, Maulkorbklappen sowie beheizte Hütten bieten und damit deutlich bessere Haltungs- und Sicherheitsstandards gewährleisten. Das Land leistet als Anschub des Projektes mehr als das vorgesehene Drittel der erforderlichen Summe. Insgesamt sind zwei Bauabschnitte mit einem Gesamtvolumen von 1,4 Millionen Euro in Aussicht genommen. Der Anteil des Landes würde sich damit zukünftig auf insgesamt rund 466.000 Euro belaufen.

 

Während das Land Steiermark seine Verantwortung wahrnimmt, bleibt die Stadt Graz bislang säumig. Laut dem zuständigen Finanzstadtrat der KPÖ seien keine Mittel für 2025 oder 2026 vorgesehen. Diese Haltung sorgt für Unverständnis, zumal gemäß Landessicherheitsgesetz die Stadt Graz verpflichtet ist, für eine geeignete Unterbringung von gefährlichen Hunden zu sorgen.

 

Die prekäre Lage wurde zuletzt auch medial thematisiert. So schilderten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Arche Noah eindrücklich, unter welch schwierigen und teils riskanten Bedingungen sie derzeit arbeiten müssen. Die zahlreichen Berichte machen deutlich, dass eine bauliche und sicherheitstechnische Verbesserung dringend geboten ist – sowohl im Interesse des Personals als auch der Tiere.

 

„Wenn die Stadt Graz ihrer gesetzlichen Verpflichtung nicht nachkommt, gefährdet sie letztlich nicht nur das Tierwohl, sondern auch die Sicherheit der Mitarbeiter im Tierheim“, fasst Amesbauer abschließend zusammen.

Person in schwarzer Jacke mit Arche Noah-Logo steht vor einem Hundezwinger.
Hinweis "Gemeinsam stark für Tiere" an einer Wand, umgeben von bunten Schildern.
Ein Husky mit blauen Augen steht hinter einem Gitter.

19.11.2025

 

Grazer Ursulinen laufen für den Tierschutz:
Benefizlauf zugunsten der Arche Noah

Graz – Mit vollem Einsatz für den guten Zweck: Die Schüler der Grazer Schule Ursulinen – angefangen bei den Kindergartenkindern bis hin zu den Mittelschülern und Gymnasiasten -  haben sich auch heuer wieder sportlich für eine soziale Sache engagiert. Der diesjährige Benefizlauf, der bereits seit sechs Jahren fixer Bestandteil des Schulkalenders ist, fand diesmal zugunsten der Arche Noah und ihrer tierischen Schützlinge statt.

 

Jedes Jahr unterstützt der Lauf eine andere gemeinnützige Organisation – 2025 durfte sich die Arche Noah über diese wertvolle Hilfe freuen. Mit viel Herzblut, Motivation und Ausdauer absolvierten die Schüler ihre Laufrunden, unterstützt von engagierten Lehrern und stolzen Eltern.

 

„Ein riesengroßes Dankeschön!“

„Wir möchten uns von Herzen bei allen laufenden Kindern, ihren Lehrern und Eltern bedanken“, so das Team der Arche Noah. „Diese Geste bedeutet uns sehr viel – nicht nur in finanzieller Hinsicht, sondern auch, weil sie zeigt, wie wichtig es ist, das Thema Tierschutz schon früh im Bewusstsein junger Menschen zu verankern.“

 

Solche schulischen Initiativen sind von unschätzbarem Wert: Sie fördern Empathie, Verantwortungsbewusstsein und den respektvollen Umgang mit Tieren. Gerade in einer Zeit, in der der Schutz und die Rechte von Tieren mehr denn je Beachtung verdienen, setzen die Grazer Ursulinen ein starkes Zeichen.

Team der Arche Noah mit roten und weißen Pompons feuert einen laufenden Schüler beim Benefizlauf an.
Gruppe von Kindern und Erwachsenen feiert, mit erhobenen Händen und lächelnden Gesichtern.
Eine Nonne und eine Frau mit der Arche Noah Teilnahme-Medaille, beide lächeln.

27.06.2025

 

Katze stirbt nach monatelanger Vernachlässigung – medizinische Hilfe kam zu spät 

Katzengesicht mit zerzaustem Fell und verletztem Ohr, schaut aufmerksam in die Kamera.

Eine ältere, schwerkranke Katze wurde von den Amtstierärzten abgenommen und von der Tierrettung der Arche Noah übernommen – zu spät. Ihr schlechter Allgemeinzustand, Tumore und massive Vernachlässigung führten dazu, dass ihr nicht mehr geholfen werden konnte. Ein tragisches Beispiel für Tierleid durch Unterlassung. 

 

Graz/Hartberg-Fürstenfeld, 04. April 2025: Es gibt Geschichten, bei denen wir gar nicht wissen, wie wir anfangen sollen. Die Geschichte dieser älteren Katze ist eine davon. Sie wurde von den zuständigen Amtstierärzten aus dem Bezirk Hartberg-Fürstenfeld abgenommen und daraufhin von der Tierrettung der Arche Noah Graz abgeholt. 

 

Langer Leidensweg 

Schon bei der Ankunft war klar: „Love“, wie wir sie später nannten, hatte einen langen Leidensweg hinter sich. Sie kam in Seitenlage, apathisch, kaum noch ansprechbar. Mit nur 2,7 Kilogramm war sie stark abgemagert und dehydriert. Jeder Kontakt löste bei ihr Schmerzreaktionen aus. Das Einzige, das an ihr „schwer“ war, waren die dichten, verfilzten Fellknäuel, die wir ihr sofort entfernten. 

 

 

Eine Hand hält eine große Verfilzung aus braunem und grauen Haar. Sie wurde der Katze Love entfernt.

Tiere wie „Love“ erinnern uns daran, wie wichtig Tierschutz ist – auch wenn er manchmal zu spät kommt. Helfen Sie uns Tieren wie Love ein Chance zu geben. 

Für Futter, medizinische Versorgung, Pflege und die vielen Tiere, die – im Gegensatz zu „Love“ – noch eine echte Chance haben. 

Tierarzt untersucht das Auge einer verletzten und völlig vernachlässigten Katze. Verletzung am Ohr sichtbar.
Die völlig abgemagerte Katze Love liegt auf der Waage in der Tierarztpraxis-Liebenau. Auf ihrem Rücken ist ein riesige Verfilzung.

Metastasen im und am gesamten Körper 

Die tierärztliche Untersuchung ergab ein trauriges Gesamtbild: fortgeschrittener Krebs an den Ohren, Lungenmetastasen, völlige körperliche Erschöpfung. Die Prognose war eindeutig – und niederschmetternd. Die Erkrankungen waren so weit fortgeschritten, dass jede medizinische Hilfe zu spät kam. 

Wir haben „Love“ nicht länger leiden lassen. Sie durfte in Würde gehen, begleitet von Menschen, die ihr zumindest auf dem letzten Weg Fürsorge und Respekt schenkten. 

Diese Erfahrung tut weh. Weil sie vermeidbar gewesen wäre. Vielleicht hätte rechtzeitige medizinische Versorgung ihr helfen können. Achtsamkeit, regelmäßige Tierarztbesuche und vor allem Verantwortung hätten Love ein so schlimmes Ende aber mit Sicherheit erspart. 

Tiere haben das Recht auf Pflege, Respekt, Liebe und Aufmerksamkeit. Immer. 

Tierarzt untersucht das verschmutzte Ohr der Katze Love. Ein riesiger Tumor im Ohr ist sichtbar.
Röntgenaufnahme der Katze Love.Ihr Körper ist voller Metastasen.

Vier Tiere aus Horrorwohnung befreit 

Eine weiße Katze steht auf dem Boden, umgeben von Müll und Dreck und wird von einer Person gestreichelt.
Eine unordentliche Umgebung mit Müll, Schuhen und zwei Katzen.

Graz/Gleisdorf – Am vergangenen Freitag wurde das Tierheim Arche Noah in Graz von der Bezirkshauptmannschaft Weiz, vertreten durch Amtstierarzt Dr. Gerhard Kutschera, zu einem dringenden Einsatz angefordert. Der Grund: Der Verdacht auf eine tierschutzwidrige Haltung eines Hundes und mehrerer Katzen in einer Wohnung. Gemeinsam mit der Polizei traf das Rettungsteam gegen 18 Uhr am Einsatzort ein. Was sie dort vorfanden, war erschreckend. 

 

Katastrophale Bedingungen: Ein Heim voller Leid 

Die rund 30 Quadratmeter große Wohnung war in einem untragbaren Zustand. Kot von mehreren Wochen, haufenweise Müll, verfaulte Lebensmittel – ein Albtraum für Mensch und Tier. Kein sauberer Liegeplatz, kein Futter, kein Wasser. Insgesamt vier Tiere lebten hier: Ein zweijähriger American Staffordshire-Rüde, der völlig verängstigt war und mit der Situation restlos überfordert war, und drei Katzen – alle mager und gesundheitlich angeschlagen. 

 

Ein verzweifelter Besitzer 

Nach etwa 15 Minuten traf der Tierbesitzer ein – ein junger Mann, der laut Berichten unter Depressionen leidet und vermutlich Drogen konsumiert. Nervös, fahrig, aber dennoch kooperativ – er wollte seinen Tieren helfen, doch war mit der Situation völlig überfordert. Er sah seine Tiere als seine einzige Stütze, als eine Art Therapie. Doch so wertvoll Tiere für unser seelisches und körperliches Wohlbefinden auch sein mögen – sie sind keine Therapeuten. Sie brauchen ein liebevolles, stabiles und tierschutzkonformes Umfeld, um selbst glücklich und gesund zu bleiben.

 

Unterernährt und krank 

Die Tiere wurden umgehend in die Arche Noah nach Graz gebracht. Der erste Check in der Tierarztpraxis Liebenau zeigte: Alle sind unterernährt. Die Katzen litten zusätzlich an Augenentzündungen und Ohrenmilben, eine der Katzen ist möglicherweise trächtig – und das von ihrem eigenen Bruder. Der Besitzer verzichtete bereits auf den Hund, bei den Katzen ist die Entscheidung noch unklar.

 

Ein Hund steht in einer Türöffnung und schaut gespannt auf eine Person mit Leine.

Unsere Mission: Helfen wir gemeinsam! 

Die Vierbeiner sind nun in Sicherheit, aber ihre Genesung wird Zeit und vor allem finanzielle Mittel in Anspruch nehmen. Medizinische Versorgung, hochwertiges Futter, liebevolle Pflege – all das ist nur durch Spenden möglich. Bitte helfen Sie uns, diesen geschundenen Seelen eine zweite Chance zu geben! Jeder Beitrag, sei er noch so klein, macht einen Unterschied. 

Verschmutzter Badezimmerboden mit Tierkot und Katzentoiletten.

24.03.2025

77 % mehr abgenommene Hunde – die Schattenseite der unüberlegten Hundehaltung

Schwere Beißvorfälle, illegale Einfuhr und Überforderung der Halter lassen die Zahl der behördlich abgenommen Hunde in der Arche Noah steigen.

 

Graz, März 2025 – Die Zahl der Hunde, die von den Behörden aufgrund gravierender Missstände abgenommen werden, hat sich drastisch erhöht. Während zwischen Dezember 2023 und Ende Februar 2024 insgesamt 13 Hunde ins Tierheim Arche Noah kamen, sind es im gleichen Zeitraum dieses Jahres bereits 23 Hunde – eine alarmierende Steigerung von 77 Prozent.

 

Die Gründe für diese Abnahmen sind vielfältig, doch eines haben sie gemeinsam: Sie resultieren aus unverantwortlicher Haltung und mangelndem Wissen seitens der Hundehalter. Viele Menschen unterschätzen die Anforderungen eines Hundes und setzen sich und andere damit großen Gefahren aus. Besonders häufig werden Hunde aus folgenden Gründen abgenommen:

  • Fehlende Sozialisierung und mangelndes Wissen der Halter: Viele Hunde wachsen ohne richtige Erziehung und soziale Kontakte auf, was zu Verhaltensproblemen führt.
  • Überforderung und Zeitmangel: Ein Hund benötigt nicht nur Liebe, sondern auch Konsequenz, Geduld und Zeit – Faktoren, die viele Besitzer unterschätzen.
  • Illegale Einfuhr aus dem Ausland: Immer wieder werden Welpen ohne gültigen Impfstatus importiert, was ein gesundheitliches Risiko für Tier und Mensch darstellt.
  • Völlig unangemessene Haltungsbedingungen: Hunde, die in winzigen Käfigen, an kurzen Ketten oder in verwahrlosten Wohnungen gehalten werden, entwickeln schwere psychische und physische Probleme.
  • Schwere Beißvorfälle: Mehrere Fälle haben zu Krankenhausaufenthalten der Halter geführt.

„Wir danken den Behörden, dass sie bei Missständen nicht wegsehen, sondern handeln! Unser Tierpflegerteam leistet täglich intensive und hochriskante Arbeit mit diesen Tieren, um ihnen eine zweite Chance zu ermöglichen. Doch es ist ein harter und gefährlicher Weg, der viel Fachwissen und Geduld erfordert“, so Arche-Obmann Charly Forstner.

Schwarz-weißer Hund 'Lumpi' mit freundlichem Gesichtsausdruck und leuchtenden Augen.

Appell an zukünftige Hundehalter:
Ein Hund ist kein Spielzeug und keine spontane Entscheidung! Wer einen Hund aufnehmen möchte, sollte sich bitte VOR Anschaffung des Tieres intensiv informieren:

  • Habe ich die Zeit und das Wissen, um dieser Rasse gerecht zu werden?
  • Passt ein Hund in meine Wohnsituation und zu den Menschen in meinem Haushalt?
  • Kann ich mir Tierarztkosten, Training und Futter langfristig leisten?
  • Lässt meine Jobsituation genug Zeit für eine verantwortungsvolle Hundehaltung?

Diese dramatischen Fälle zeigen: Verantwortung in der Hundehaltung rettet nicht nur das Leben des Tieres, sondern kann auch das Leben von Menschen schützen!

Hund 'Lumpi'

 

Er kam nach zwei schweren Beißvorfällen in die Arche Noah.

07.03.2025

18 von 20 Urlaubern fanden ein neues Zuhause

Die Hündin 'Erika' mit einem braunen Fell und einem roten Halstuch schaut in die Kamera.

Voller Erfolg: Weihnachtsurlaub für Tierheimhunde

Graz, 13. Jänner 2025 – Die Aktion „Weihnachtsurlaub für Tierheimhunde“ wurde ein riesiger Erfolg. Auch einige schwer vermittelbare Hunde haben ein Zuhause gefunden.

 

Am 19. November erfolgte der Startschuss der Aktion „Weihnachtsurlaub für Tierheimhunde“ und schon bald klingelte das Telefon der Hundevergabe quasi nonstop. Viele Interessenten meldeten sich, um einem Tierheimhund einen Urlaub abseits der Tierheimgitter zu ermöglichen.

 

Kritik 

Neben viel Begeisterung gab es auch Etliches an Kritik, wie man Hunde diesem Stress aussetzen kann und sie dann erst wieder ins Tierheim zurückmüssen etc. – zahlreiche Studien widerlegen dies ganz deutlich und besagen, dass der Cortisolspiegel- also Stresslevel – innerhalb kurzer Zeit außerhalb des Tierheims abnimmt und auch danach im Tierheim nicht mehr auf ein vorherig hohes Niveau ansteigt. Diese Studien wurden auch beim „Corona-Urlaub für Tierheimhunde“ herangezogen und zeigten dort großen Erfolg.

 

Happy Ends 

So sind von insgesamt 20 Urlaubern 18 Hunde fix in ein neues Zuhause übernommen worden. Warum dieser große Erfolg? Die Menschen hatten Zeit und waren daheim, konnten sich auf den Hund einlassen, ihn richtig kennenlernen, ihm auch die nötige Zeit geben und ausprobieren, was Mensch und Hund braucht. Und das auch ohne Druck, dass alles sofort funktionieren muss. So sind neben Welpen, Junghunden und umgänglichen Hunden auch ältere Hunde und nicht einfach zu vermittelnde Tiere (brauchen längere Zeit, um Vertrauen zu fassen, Rasse, Alter, Größe, erfordern Erfahrung des Hundehalters etc.) ausgezogen. Die Rassen reichten von Malteser, American Bullterrier, Schäfer(mix), American Staffordshire Terrier, Spitz, Labrador(mix) bis hin zu Herdenschutzhunden. 

Wir wünschen unseren Schützlingen ein langes und wundervolles Leben im Kreise ihrer neuen Familien und sagen von Herzen DANKE an die Menschen, die ihnen diese Chance auf ein Leben in Freiheit und Liebe gegeben haben.

Der weiße, flauschige Hund 'Sid' mit orangefarbener Leine, im Freien stehend.
Die Kangalhündin Kadrya mit grauem Fell, einem geschwungenen Schwanz und einem freundlichen Gesicht.

13.01.2025

40 Katzen auf einen Streich 

Katze mit einem verletzten Auge, sitzt auf einem Tisch und sieht direkt in die Kamera.

Kürzlich erreichte uns ein dringender Hilferuf aus der Region Weiz. Besorgte Wanderer hatten ein immer größer werdendes Rudel streunender Katzen entdeckt. Viele Tiere befanden sich in einem erschreckenden Zustand: abgemagert, schwer krank, einige hatten bereits ein oder beide Augen verloren – oft die tragische Folge von Katzenschnupfen und Inzucht. 

Die Weizer Amtstierärztin, Dr. Maurer, wandte sich an uns mit der Bitte um Unterstützung. Selbstverständlich haben wir keine Sekunde gezögert und uns mit vollem Einsatz der Rettung und Versorgung dieser Tiere gewidmet. 

Käfige mit Katzen und Katzen-Fallen im Transporter.

Tag und Nacht im Einsatz

Mit Katzenfallen, Geduld und viel Herz arbeiteten wir rund um die Uhr, um die fast 40 Katzen zu sichern und in die Arche Noah zu bringen. Während einige Tiere nach der notwendigen medizinischen Behandlung und Kastration wieder an ihre gewohnte Futterstelle zurückkehren konnten, benötigen die schwächsten und jüngsten Tiere intensive Pflege. Vor allem die Kitten und jene mit schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen können nicht auf der Straße überleben. Für sie suchen wir liebevolle Plätze, sobald sie stark genug sind. 

 

Warum Kastration so wichtig ist 
Dieser Fall zeigt einmal mehr, wie dringend Kastrationsprojekte und eine verpflichtende Kastration notwendig sind. Nur so können wir das Leid der Streunerkatzen eindämmen und ihnen ein besseres Leben ermöglichen. 

 

Gerade freilebende Katzen leiden oft enorm, wenn sie plötzlich aus ihrer gewohnten Freiheit gerissen und in Tierheime gebracht werden. Die Kastration und die Rückführung an gesicherte Futterstellen sind daher die besten Lösungen für diese Tiere. 
 

29.11.2024

Katzen ohne Augen mit einer dreifarbenen Fellzeichnung, die von einer Person gehalten wird.

Evakuierte Tiere aus Kapfenberg in der Arche Noah

Die katastrophalen Wetterzustände sind allgemein bekannt – davon betroffen ist leider auch das Tierheim Kapfenberg, das gestern um Hilfe schrie: „Wir müssen evakuiert werden!"

Tierrettungsfahrzeug mit Tierbox, Tierretter in auffälliger Kleidung, Katze auf der Fahrzeugseite.

Mit diesen verzweifelten Worten rief uns am Sonntag, dem 15. September, die Tierheimleitung des Tierheimes Kapfenberg an. An das Tierheim grenzt direkt der Fluss Mürz und aufgrund der vielen Unwetter und des massiven Regens stieg der Wasserpegel wahnsinnig schnell an.
Das Risiko, dass das Wasser ins Tierheim gelangt und den Tieren zum Verhängnis wird, war zu groß! So wurde auf dringenden Rat der umliegenden Feuerwehren gehandelt. Bis zum Überlaufen des Flusses fehlten nur noch knappe 10 Zentimeter!

Ab in die Arche
Wir mobilisierten so schnell wie möglich mehrere Fahrzeuge und machten uns auf den Weg nach Kapfenberg.
Ein paar Mitarbeiter opferten sogar ihre Freizeit, um bei dieser Rettungsaktion dabei zu sein. 8 Hunde und 20 Katzen wurden nach Graz transportiert. Da der Regen bereits wieder eingesetzt hatte, durften sie zumindest die nächsten Tage bei uns in der Arche Noah verbringen.

Ein DANKE gilt allen Ehrenamtlichen, den Feuerwehren und allen, die geholfen haben und nach wie vor helfen!

Bitte unterstützen Sie das Tierheim Kapfenberg und die Tiere, die nun bei uns in Graz versorgt werden!
Vielen Dank!

18.09.2024

Ab in den Urlaub und drei Hunde zurückgelassen - jetzt hat die Besitzerin auf die Hunde verzichtet

Der Fall in der Oststeiermark sorgte für viel mediale Aufregung und auch die Bevölkerung zeigte große Anteilnahme: Die Besitzerin von drei Hunden packte einfach ihre Koffer, um zu verreisen. Die Tiere blieben zuhause eingesperrt und unversorgt. Jetzt dürfen wir ein neues Zuhause suchen.

Ein lächelnder Rottweiler liegt im Gras.

Im Mai erreichte der Fall von unversorgten Tieren die Arche Noah. Die ehrenamtlichen Tierretter des Aktiven Tierschutz Austria rückten aus, um drei zurückgelassene Hunde aus einem Haushalt zu holen. Die Besitzerin war ohne sich um die Gewährleistung der Versorgung ihrer Tiere zu sorgen, einfach verreist.

Verheerende Zustände
Die drei Hunde waren schon seit Tagen in separate, versperrte Zimmer eingeschlossen. Das Futter war aufgefressen, bei einem Hund waren weder Futter noch Wasser mehr vorhanden. Überall Kot, zum Teil flüssig und übel riechend, die Türen völlig zerkratzt, zerrissene Fetzen am Boden…

Bei den Hunden handelte es sich um zwei Hündinnen und einen Rüden, ein Husky und zwei Rottweiler. Sie wurden auf dem schnellsten Weg in die Arche Noah gebracht. Die beiden Rottweiler waren unterernährt, die Hündin Medusa hatte über einen längeren Zeitraum schlimmen Durchfall und musste deshalb eine längere Zeit in der Krankenstation der Arche verbringen.

Zurück zur Besitzerin?Lange war nicht klar, wie es mit den Hunden weitergeht. Dann die Nachricht: Die Hunde dürfen von der Besitzerin wieder abgeholt werden. Doch das tat sie nicht. Wieder langes Warten und Verweilen im Tierheim. Jetzt endlich die Erleichterung: Die Besitzerin hat auf die Hunde verzichtet und für sie darf ein neues Zuhause gesucht werden.

Wer Interesse an einem der Hunde hat, kann sich über sie auf: https://www.aktivertierschutz.at/vergabehunde informieren.
 

04.09.2024

5 Jahre an der Kette und mit Drahtseil verletzt

Weiz, Graz: Hündin wurde 5 Jahre an der Kette gehalten und von einem mit Draht umwickelten Seil, das ihr um den Hals geschlungen wurde, verletzt. Jetzt wurde sie behördlich abgenommen und in die Arche Noah gebracht.

Bernersennenhündin 'Dora' mit Maulkorb sitzt vor dem Tierrettungsfahrzeug, während ein Tierretter sie hält.

Unsere Tierrettung machte sich am 18.07.2024 zu einem Einsatz nach Weiz. Die Einsatzmeldung: Hund an der Kette. Die 7 Jahre alte Hündin, ein Berner Sennen (Mix), soll bereits seit 5 Jahren an einer Kette gehalten worden sein. Seit Kurzem liefen laut Angaben Verhandlungen mit der Polizei, mit ihr habe man sich geeinigt, dass statt einer Kette, ein Seil verwendet werden soll, so die Besitzer. Die Hündin hing bei Eintreffen der Tierrettung tatsächlich an einem Seil – und dieses war mit Draht umwickelt! (Siehe Fotos) Dieser löste sich bereits vom Seil und stoch auch in den Hals der Hündin, denn das Ende des Seils war an ihr Halsband geknüpft.


Keine Einsicht
Aber eine richtige „Einsicht“, was eine gute Haltung wäre, zeigte sich bei den Besitzern nicht und der Amtstierarzt wurde hinzugezogen. Als unsere Tierrettung vor Ort ankam, hatte sich „Dora“ unter einem Landwirtschaftsgerät versteckt. Unsere Tierrettungsfahrerin redete gut auf sie ein und siehe da: Dora kam auf sie zugelaufen. „Wie ein kleines Kind hat sie meine Beine mit ihren Pfoten umklammert“ schildert sie. Als hätte sie auf die Rettung gewartet... Dora hat in den letzten 7 Jahren wohl kaum etwas kennen lernen dürfen. Alles ist neu für sie und verständlicherweise hat sie sich auch gefürchtet ins große Tierrettungsauto einzusteigen. Das hat ihre Vorbesitzer zum Lachen gebracht und freudig haben sie ihr dafür „applaudiert“. Während die Hündin ins Auto verladen wurde, wurden die Tierretterin und die Behörden wüst beschimpft, denn man hätte „eine Familie zerstört“.


Nichts kennengelernt
In der Arche zeigt sich die Hündin lieb, aber sehr zurückhaltend. Man merkt, dass sie nicht viel erfahren durfte, denn fremde Untergründe bereiten ihr Angst und sie traut sich kaum, ihre Pfoten auf den Fließenboden zu setzen. An der Leine wurde sie offenbar nie geführt und auch das Fressen aus Schüsseln scheint ihr nicht ganz geheuer zu sein.

Helfen Sie Dora mit Ihrer Spende, wieder Vertrauen zu fassen und ihr ein Training zu ermöglichen, um viel Neues kennenzulernen, damit sie bald eine neue, liebevolle Familie findet.

19.07.2024

Dem Hitzetod knapp entkommen und dann abgeben

Am Wochenende haben aufmerksame Passanten einen im Auto eingesperrten Hund entdeckt. Bei weit über 30 Grad und über einen Zeitraum von rund 40 Minuten. Der Hund konnte gerettet werden – doch jetzt sitzt er im Tierheim. 

„Lassen Sie Ihren Hund bei dieser Hitze nicht im Auto“, oder „Hitzefalle Auto“ – unzählige Aufrufe werden gerade in den Sommermonaten zu diesem Thema geschrieben und verbreitet. Oft haben die Leser schon die „Schnauze voll“, weil man sich denkt, „wie oft noch“ und jetzt müssten es doch alle verstanden haben.
Leider nein…

Ein Hund schaut durch die Gitterstäbe eines Käfigs.

Eingesperrt und weggegangen 
Am Samstag haben aufmerksame Anrainer in Graz-Umgebung ein Auto in der prallen Sonne beobachtet. An diesem Tag haben wir in vielen Teilen der Steiermark die 30-Grad-Marke weit überschritten… Der Fahrer stellte den Firmenwagen wie selbstverständlich ab und ging in ein angrenzendes Gebäude. Kurz darauf hörte man einen Hund bellen.   
Wie schnell sich so ein Auto in eine wahre Hitzefalle verwandeln kann und für den Hund lebensbedrohlich wird, wissen alle verantwortungsbewussten Hundebesitzer. 
 

In letzter Sekunde 
Zuerst hatte man noch die Hoffnung, dass der Besitzer gleich wieder auftauchen würde.
Doch nach geschlagenen 40 Minuten – noch immer nichts!
Der Hund, der zuvor noch gebellt hatte, war auffällig ruhig geworden. Dann reichte es endgültig: Eine besorgte Passantin rief die am Firmenwagen aufgedruckte Telefonnummer an und stellte den Besitzer zur Rede. Als dieser kurze Zeit später eintraf, zeigte er keinerlei Einsicht und schimpfte. „Er wolle den Hund ohnehin nicht mehr haben“, sagte er und wollte der Passantin gleich die Leine in die Hand drücken. 

Abgegeben in der Arche 
Überfordert bat die Passantin darum, dass man den Hund doch im Tierheim abgeben möge.
Dies tat der Besitzer dann tatsächlich und stand am verganenen Montag, mit Amstaff „Odin“ in der Arche.
Bei der Übergabe gab er an, er habe den Hund aus einer schlechten Haltung übernommen und dieser hätte wohl eine Futterallergie. 
 
Das beweisen ganz deutlich die offenen Stellen am Hals (siehe Foto).
Der Hund ist nun dringend auf medizinische Hilfe angewiesen, um abzuklären, woher die offenen Stellen rühren. 
 
Unsere Tierpfleger kümmern sich ebenfalls rührend um Odin und wir würden uns über IHRE Unterstützung bei seinen Behandlungskosten und bei der Suche nach einem baldigen neuen Zuhause sehr freuen! 

15.07.2024

Ab in den Urlaub und drei Hunde zurückgelassen 

Ein Fall in der Oststeiermark sorgt für Aufregung: Die Besitzerin von drei Hunden packte einfach ihre Koffer, um zu verreisen. Die Tiere blieben zuhause eingesperrt und unversorgt.

Die Urlaubssaison hat noch gar nicht begonnen, doch der erste Fall von unversorgten Tieren hat die Arche Noah bereits erreicht. Die ehrenamtlichen Tierretter des Aktiven Tierschutz Austria rückten aus, um drei zurückgelassene Hunde aus einem Haushalt zu holen. Die Besitzerin war ohne sich um die Gewährleistung der Versorgung ihrer Tiere zu sorgen, einfach verreist.

Verlassener Raum voller Hundekot und Müll.

Völlig verdreckt ohne Futter
Die Zustände vor Ort waren verheerend: Die drei Hunde waren schon seit Tagen in separate, versperrte Zimmer eingeschlossen. Das Futter war aufgefressen, bei einem Hund waren weder Futter noch Wasser mehr vorhanden. Überall Kot, zum Teil flüssig und übel riechend, die Türen völlig zerkratzt, zerrissene Fetzen am Boden…

Bei den Hunden handelt es sich um zwei Hündinnen und einen Rüden, ein Husky und zwei Rottweiler. Sie wurden auf dem schnellsten Weg in die Arche Noah gebracht. Es geht ihnen den Umständen entsprechend gut – sie sind allerdings sehr verängstigt und sehr dünn.

Danke für Unterstützung
Der Dank der Arche-Tierretter und des Teams gilt den Behörden, die im Notdienst sofort gehandelt haben und der Diensthundestaffel der Polizei, die mit viel Geduld und liebevoller Fachkenntnis die Hunde gesichert haben. Nur durch das rasche Einschreiten und Handeln konnte noch Schlimmeres für die Tiere verhindert werden.

Was tun im Urlaub?
Immer wieder werden Tierheime dafür kritisiert, dass den Tier-Interessenten vor Vergabe eines Tieres so viele Fragen gestellt werden. Wohnung, Haus, Job und Freizeit spielen, wie der beschriebene Fall verdeutlicht, eine wesentliche Rolle im Leben mit einem Tier. Denn wer sorgt im Urlaub für das Tier, wenn es nicht mitreisen kann? Diese und viele andere Fragen muss sich jeder potenzielle Tierbesitzer vor der Anschaffung eines Vierbeiners einfach sehr gut überlegen.

Die drei Neuankömmlinge werden nun einmal medizinisch versorgt und aufgepäppelt. Über Ihre Unterstützung wären wir sehr dankbar:

08.05.2024

Finn wurde seinem Schicksal überlassen. 

Verletzter Welpe vor Shoppingcenter ausgesetzt

Der erste Einsatz des heutigen Tages führte unser Tierrettungsteam nach Seiersberg!
Ein kleiner Welpe wurde mitsamt Tasche vor der „Shopping City Seiersberg“ gefunden. Der Rüde war mit einem Zettel vor dem Eingang aufgefunden worden. 

Darauf die Bitte: 
"Bitte! Bring mich zu dir nach Hause! Ich möchte nicht in ein Tierheim gehen" 

Schwarzer Welpe in orangefarbener Tasche sitzt am Tisch mit der Notiz: Bitte! Nimm mich zu dir nach Hause! Ich möchte nicht in ein Tierheim

Ein möglicher Besitzer war nicht zu sehen. Der Rüde hatte sich aus der Tasche befreit und hing nur noch an der dazugehörenden Sicherheitsleine (Eine kleine Leine im inneren der Tasche, die den Hund vom Rausspringen hindert). 
Nicht auszudenken was passiert wäre, wenn er zwischen die Autos gelaufen wäre. 
 
Kein Geld für eine medizinische Versorgung? 
Der kleine Kerl wurde von der Tierrettung in die Arche Noah gebracht und sofort untersucht. Eine verkrustete Stelle am Kopf des Welpens stellte sich als hochgradig entzündeter Abszess heraus, der den erst 8 Wochen alten Welpen quälte. Der Abszess hatte bereits Eiter gebildet und der Rüde musste umgehend operiert werden, um Schlimmeres zu verhindern. 

19.04.2024

Chip Chip Hurra!
Arche Noah - Aktiver Tierschutz startet große Petition! 

Gesuchter Kater mit Bild auf einem Baumstamm, Text: "Wo ist unser Stupsi?" und dem Aufruf "Chippen hilft jeder Katze"

 

Chippen UND Registrieren – Für ALLE Katzen!

In Österreich leben rund 1,5 Millionen Samtpfoten in Privathaushalten. Was für Hunde längst verpflichtend ist, wird für Katzen trotz jahrelanger Forderung von

Tierschutzvereinen, Tierheimen und privaten Tierschützern noch immer nicht umgesetzt: Das verpflichtende Chippen UND Registrieren aller Katzen!

 Wir fordern ein Ende der Katzen-Diskriminierung!

Was aktuell nur für Zuchtkatzen gilt, muss für ALLE Katzen gelten! Denn: Über 90 Prozent der Fundkatzen, die zu uns in die Arche Noah gebracht werden, sehen ihr Frauerl oder Herrl aufgrund von fehlender Registrierung NIE wieder...GEFUNDEN UND DOCH VERLOREN!

Die wenigen gechippten und registrierten Samtpfoten stellen die Ausnahme dar und können bald wieder mit ihren Menschen kuscheln: CHIP CHIP HURRA!

Tun Sie Ihrer Katze nicht den Stress an, den ein kurzfristiger oder auch langer "Zwangsaufenthalt" im Tierheim für entlaufene oder aufgefundene Samtpfoten bedeutet.

26.03.2024

Nach nur 1 Woche ins Tierheim 

Hund aus Ausland „per Mausklick bestellt“ und ab ins Tierheim

Erst vor wenigen Tagen wurde ein illegaler Hundetransporter im Bezirk Leibnitz gestoppt und die Tiere beschlagnahmt. Einen ähnlichen Fall gibt es nun auch in der ARCHE NOAH: Ein Grazer „bestellte“ sich im Internet einen Hund aus dem Ausland, der ihm ins eigene Zuhause „zugestellt“ wurde. Doch die zuständigen Behörden erfuhren von diesem Transport und waren am Tag der Übergabe vor Ort.

Vier Hunde im Gepäck
Bei der Übergabe wurden drei weitere Hunde im Transporter entdeckt, die sofort abgenommen wurden und in die ARCHE verbracht wurden. Der „bestellte“ Hund, klein, weiß, etwa 15 Monate alt, verblieb bis auf Weiteres beim Grazer und dessen Familie auf Pflege. Doch so einfach es war, den Hund per Mausklick zu bestellen und ihn sich liefern zu lassen, gestaltete sich der Alltag mit dem Hund dann doch nicht. Die Familie war überrascht, dass der Hund nicht fünf Stunden alleine bleiben konnte und so schnell er bestellt war, landete er auch wieder bei uns im Tierheim.

Unüberlegt und verantwortungslos
Menschen, die sich Hunde aus dem Ausland holen, sind davon überzeugt, etwas Gutes zu tun. Das ist es auch oft – im Falle von seriös agierenden Vereinen und legaler Einfuhr. Nicht aber auf dubiosen Internet- oder Social Media Seiten, wo dutzende Hunde angeboten werden und oft über versteckte Mittelspersonen importiert werden. Dahinter stecken großes Tierleid, Hündinnen, die als Gebärmaschinen dienen, entsetzliche Haltungsbedingungen und Hunde, die oft kaum Sozialisierung erfahren haben. Darüber hinaus ist auch die Gefahr von eingeschleppten und tödlich verlaufenden sowie höchst ansteckenden Seuchen wie etwa Parvovirose sehr hoch.

Auf dem Rücken der Tierheime
Als Tierschutzverein sind wir sprachlos über so viel Ignoranz der Menschen und sind mit massiven Kosten für die medizinische Versorgung, Unterbringung und Sozialisierung solcher Hunde konfrontiert. Denn: Die Kosten für solche Hunde, die mit unbestimmten Impfstatus etc. in die Steiermark kommen, werden nicht vom Land Steiermark bezahlt. Die Kosten werden alleine von den Tierschutzvereinen getragen. Als Verein müssen wir uns darüber doch sehr wundern, da es wohl nicht Aufgabe eines Tierschutzvereins sein kann, die Kosten nach oder Kontrolle über Hundeimporte zu haben und wer hätte diese Tiere sonst aufgenommen?

08.03.2024

Abgaben häufen sich

Vergiftungsalarm und illegaler Welpentransport

Zwei Bernhardiner, die vergiftet wurden und ein AmStaff-Baby, das illegal aus dem Ausland importiert wurde. Alle kamen als Abgaben in die Arche Noah.

 

Zwei Bernhardiner-Hunde im Tierheim Arche Noah.

Spät, aber doch häufen sich nun auch die Anrufe von Besitzern, die ihr Tier im Tierheim abgeben wollen. Zwei besonders drastische Fälle haben sich nun ereignet, bei denen wir als Tierschutzverein helfen mussten: Vor wenigen Tagen stand ein Mann mit einem kleinen Dackel-Shih Tzu-Mix Lilli und einem jungen American Staffordshire Terrier beim Arche-Empfang. Er habe die Wohnung und den Job gewechselt und könne die Hunde nicht mehr behalten. Nach einigen Nachfragen und genauerem Hinsehen kamen dann einige verstörende Details ans Tageslicht: Die Hunde stammen angeblich aus Kroatien, er habe sie mit acht Wochen bekommen, auf die Frage woher gab er keine Antwort. Der junge, 5 Monate alte AmStaff-Rüde Max trug ein verbotenes Würgehalsband ohne Stopp, hat kupierte Ohren und ist bereits mit diesem jungen Alter kastriert!! Viel zu früh! Die möglichen Folgen: Komplikationen beim Wachstum und der charakterlichen Entwicklung. Lilli hat gestern ein Zuhause gefunden, Max wartet noch…

Wir haben gegen den Besitzer von Max Anzeige erstattet, denn die Einfuhr von Tieren mit kupierten Körperteilen ist verboten!
 

Zwei Mal vergiftet!

Eine weitere schlimme Geschichte, die zu einer Abgabe führte, ereignete sich im Bezirk Feldbach: Zwei Bernhardiner wurden bei uns abgegeben, nachdem sie bereits zweimal vergiftet wurden und nur durch schnelle tierärztliche Versorgung gerettet werden konnten. Der Täter warf die Köder einfach in den Garten der Hunde. Es wird nur gemutmaßt, ob es sich um einen Nachbarn handelt. Der Besitzer der Hunde und Familienvater stand völlig verzweifelt in der Arche und wusste sich nicht mehr zu helfen: Er wollte seine Hunde nicht abgeben, aber sie vergiften zu lassen und das seinen kleinen Kindern anzutun, die ebenfalls im Garten spielen und gefährdet seien, wollte er auch nicht.

Abgabezahlen 2024: 27 Hunde, 17 Katzen

Den Tieren geht es den Umständen entsprechend gut. Für die Arche Noah fallen mit den Neuankömmlingen wieder enorme Kosten an: Futter, Versorgung, Training, medizinische Untersuchungen und vieles mehr.

28.02.2024

Arche Noah und Tierschutzverein Franziskus 

Psychische Belastung bringt Tiere ins Heim 

Zwei Tierschutzvereine, ein Tag: Die psychische Überforderung von Menschen wird mehr. Das spüren vor allem die Tierheime, die zu extremen Notfällen gerufen werden. 


Graz Umgebung, Voitsberg (20.02.2024): Dramatische Einsätze gestern für gleich zwei steirische Tierschutzvereine: Die Tierrettung der Arche Noah und das Team des Tierheim Franziskus wurden für Notfälle alarmiert. Die Arche-Tierretter wurden in den Norden von Graz gerufen, um zwei Amstaff-Mixe aus einer Wohnung zu holen. Der traurige Grund: Ein Suizidversuch der Besitzerin. Der kleine Sohn der Besitzerin musste die ganze Tragödie miterleben und war vor Ort, als die Tierretter, die Polizei und das Krisenintervenstionsteam eintrafen. Die Hunde zeigten sich sehr verängstigt und wurden in die Arche Noah gebracht. 

Ein weiterer Fall zurückgelassener Tiere ereignete sich in Köflach. Polizei und die Leiterin des Tierheim Franziskus, Nina Mocnik, rückten zu einem nächtlichen Einsatz in eine Wohnung aus. Dort ein Bild völliger Verzweiflung: Ein bis zur Decke vermüllter Messie-Haushalt, die Leiche der Besitzerin wurde gerade nach drei Wochen gefunden und abtransportiert, dazwischen sechs Katzen, die eingefangen werden mussten. Nina Mocnik schildert: „Ein solches Schicksal zu sehen, ist wirklich schwer zu ertragen. Die Bedingungen vor Ort, der Leichengeruch, der ganze Kot der Tiere, einfach schrecklich. Mein Dank gilt der Polizeidienststelle Köflach für die Hilfeleistung, denn das Einfangen, Sichern und Verbringen der Tiere dauerte Stunden.“ 


Keine Einzelfälle 
Die Beobachtungen beider Tierschutzvereine decken sich: Die Überforderung von Menschen und psychische Belastungen häufen sich. Die Folgen sind psychische Erkrankungen, Krankenhausaufenthalte, Suchtverhalten wie Messie-Wohnungen, Animal Hording etc. Dieser traurige Trend führt vermehrt zu Abnahmen, zurückgelassenen Tieren und auch Abgaben. Heuer kamen aus diesen Gründen bereits 31 Hunde (13 behördliche) und 65 Katzen (49 behördliche) in die Arche Noah. „Zur Zeit haben wir sehr viele Anrufe von Besitzern, die ihre Tiere aus Gründen von psychischer Überbelastung abgeben müssen“, so Nadine Ferk, Tierheimleiterin der Arche Noah.

Akutfälle 
Die Tierheime müssen für solche Akutfälle gerüstet sein. Immer wieder kommt es vor, dass – so wie vor einigen Monaten in der Arche – gleich 17 abgenommene Rassekatzen aufgenommen werden müssen oder auf einen Schlag 9 Welpen aus einem illegalen Transport. Beide Tierschutzvereine betonen darüber hinaus: Die Amtstierärzte und Einsatzstellen wie die Polizei sind uns immer sehr dankbar, dass wir mit unseren Tierrettungsfahrzeugen ausfahren und den Transport übernehmen – dieser und auch die schnelle Verbringung und Verwahrung wäre ansonsten eine ungeklärte Frage… 

Tierretterin kniet neben einem Hund vor dem Tierrettungsfahrzeug.

Tierrettung Arche
Tierretterin Julia brachte die zwei zurückgelassenen Hunde in die Arche Noah 

Die Tierheimleitung des Tierheim Franziskus mit zwei Polizeibeamten im Dunkeln mit einer Katze in der Transportbox.

Franziskus-Einsatz
Franziskus-Tierheimleiterin Nina Mocnik beim nächtlichen Einsatz

Grauer, langhaariger Kater schaut neugierig nach oben.

Franziskus-Einsatz
Eine der Katzen aus dem Messie-Haushalt

Ein unordentlicher Raum mit einem Bett, überladen mit Kleidung und Kissen.

Franziskus-Einsatz
So sah es in der Wohnung aus. 

21.02.2024

Abnahmewelle in der Arche Noah 

Traditionell überrollt die Tierheime im Jänner die Abgabewelle von unerwünschten und unüberlegten Weihnachtsgeschenken. Heuer stellt sich die Situation anders dar: Die ARCHE NOAH bekam im Jänner bereits 12 Tiere aus behördlichen Abnahmen. Die Schicksale dahinter machen fassungslos.

Die Zahlen könnten keine deutlichere Sprache sprechen: Alleine im ersten Monat des heurigen Jahres kamen 12 Tiere aus behördlichen Abnahmen in die ARCHE NOAH. Im Vergleich mit den Jahren zuvor wird das Bild noch deutlicher, denn es lässt sich ein trauriger Aufwärtstrend erkennen:

Bei den Hunden ist die Richtung nach oben klar erkennbar. Bei den Katzen gehen mit 7 Abnahmen alleine im Jänner die Zahlen heuer wohl auch noch deutlich in die Höhe und werden die Statistik 2023 mit großer Wahrscheinlichkeit übertreffen.

„Es macht sehr traurig und nachdenklich diese Tendenz zu sehen. Mein Dank gilt aber den steirischen Amtstierärzten und Behörden, die jedem Fall nachgehen und handeln, wenn es einem Tier schlecht geht“, so ARCHE-Obmann Charly Forstner.

Gründe der Abnahme
Die im Jänner abgenommen Tiere kamen nach folgendem Paragraph des Tierschutzgesetzes in die ARCHE:

§ 37 (2): Die Organe der Behörde sind verpflichtet, ein Tier, das in einem Zustand vorgefunden wird, der erwarten lässt, dass das Tier ohne unverzügliche Abhilfe Schmerzen, Leiden, Schäden oder schwere Angst erleiden wird, dem Halter abzunehmen, wenn dieser nicht willens oder in der Lage ist, Abhilfe zu schaffen. Sie sind berechtigt, ein Tier Personen, die gegen §§ 5 bis 7 verstoßen, abzunehmen, wenn dies für das Wohlbefinden des Tieres erforderlich ist.


Im Konkreten ging es bei den Jänner-Ankömmlingen um in Angst versetzte Tiere durch bedenkliche Trainingsmethoden, Schläge, unterlassene Hilfeleistung nach einem Unfall und schlechte Haltung.
Warum Menschen so etwas tun, macht uns fassungslos. Unsere Aufgabe besteht nun darin, den Tieren ein liebevolles Zuhause auf Zeit zu geben, ihnen Stabilität zu bieten und Vertrauen.

31.01.2024

Vorstandswahl abgeschlossen 

Arche Noah wählt neuen, alten Vorstand

08.11.2023, Graz: Heute fand eine erneute Generalversammlung des Aktiven Tierschutz Austria mit der Wahl des Vorstandes statt.

Gruppenfoto des fröhlichen Teams des Vereins vor dem Tierheim Arche Noah.

Es gaben 92 Personen ihre Stimme ab.
Der Vorstand besteht nach Ergebnisverkündigung durch das Wahlkomitee aus folgenden Personen:
 

Obmann Karl Heinz Forstner (gewählt mit 87 Stimmen von 92)
Obmann Stv. Dr. Hans Vollmeyer (gewählt mit 87 Stimmen von 92)
Kassier Mag. Katharina Gründl (gewählt mit 87 Stimmen von 92)
Kasssier Stv. Mag. Lydia Schäfer-Roth (gewählt mit 87 von 92 Stimmen)

Über die Wahl wurde im Vorfeld schon mehrfach medial berichtet und potenzielle Gegenkandidaten wurden vom Verein gebeten, ihre Kandidatur bekannt zu geben.

Bis zum Wahltag waren keine Gegenkandidaten bekannt und auch am Wahltag selbst erfolgte keine Nominierung von Gegenkandidaten. Eine sehr fragwürdige Situation, wenn man mit einer solchen Methode einen Verein mit über 7.000 Mitgliedern leiten möchte. Keine Präsentation, keine Ziele, keine Visionen wurden von den möglichen Gegenkandidaten präsentiert, wie man den größten steirischen Tierschutzverein führen will und wohin die Reise gehen soll oder warum man überhaupt glaubt, den Verein besser führen zu können.

Eineinhalb Jahre wurde der Verein von einer kleinen Personengruppe mit Schmutz und unwahren Behauptungen beworfen. Jedes Mittel war recht, um die handelnden Personen in der Arche in Misskredit zu bringen. Hausdurchsuchungen, Besuche und unwahre Behauptungen gegenüber Mitgliedern, Anzeigen und Hausbesetzungen mit verbalen Drohungennichts wurde ausgelassen. Doch eines schon: eine ehrliche, transparente Vorgehensweise, wer man ist und warum der Verein übernommen werden soll.

Spender wurden verunsichert und der Verein damit in finanzielle Nöte getrieben und darüber stehend immer dasselbe Argument, es gehe doch nur um das Wohl der Tiere.

Darum ging es dieser Gruppe schon lange nicht mehr – denn dann hätte man sich mit öffentlichen, nachvollziehbaren Argumenten dazu bekannt, es besser machen zu wollen und zu können.

„Taten sagen mehr als Worte“ – und gemäß diesem Motto wird sich der gewählte Vorstand weiterhin stark für Tiere machen.

„Unser größter Dank gilt unseren Mitarbeitern, die uns in dieser so langen, schweren Zeit unterstützt haben und für unsere Schützlinge da waren. Das ist echter Tierschutz, der Sinn macht“, so Obmann Charly Forstner.

08.11.2023

Illegaler Welpentransport gestoppt!

Auffälliger Transporter Nähe Gratwein von der Polizei angehalten. Darin: Acht Welpen, kein Wasser, kaum Luft zum Atmen. Nun sind sie in der Arche Noah und das Leid ist riesengroß.  

Es ist wohl eines der grausamsten Geschäfte auf dem Rücken wehrloser Tiere: Die gezielte “Vermehrung” und der illegale Transport junger Welpen. Und die zukünftigen Besitzer glauben noch immer zum Großteil, Gutes zu tun. “Ich habe einem armen Hund aus dem Ausland ein Zuhause geschenkt”, oder “Mein Hund stammt aus einer Tötungsstation. Ich habe ihm das Leben gerettet”. Das sind die weitverbreiteten Meinungen. Dahinter steckt aber ein europaweit mafiös aufgebautes Geschäftsmodell. Wird ein Welpe vermeintlich “gerettet” werden unzählige wieder “nachproduziert. Die Hündinnen werden als Gebärmaschinen missbraucht, bis sie nicht mehr können, die Welpen viel zu früh von ihrer Mama weggenommen und sind weder geimpft noch gechipt und versterben oft nach wenigen Wochen an Krankheiten wie etwa Parvovirose. 

 

Erstickungsgefahr

Die jungen Welpen werden dabei quer durch Europa gekarrt. Nun konnte ein solcher Transporter in der Nähe von Gratwein aufgehalten werden. Aufmerksamen Polizisten kam der Anhänger, der lediglich mit einer schwarzen Plane bedeckt war, verdächtig vor. Bei der Anhaltung und Kontrolle dann das schreckliche Bild: Acht Welpen (vier Schäferhunde, drei Labradormixe) und ein adulter Pudel waren auf engstem Raum in den Anhänger gepfercht. Kein Wasser, keine Luftlöcher in der Plane. Sofort wurden die Amtstierärzte verständigt und die Hunde in die Arche Noah gebracht.  

  

Qualzuchtmerkmale

Sie waren dehydriert, möglicherweise auch unter Sedierung, damit sie sich während der Fahrt, die über Ungarn bis nach Spanien geplant war, ruhig verhalten. Ob sie die Strecke überlebt hätten, ist sehr sehr fraglich. Darüber hinaus weisen sie jetzt schon eindeutige Qualzuchtmerkmale auf. Die abfallende Hüfte bei den Schäferhunden wird mit Sicherheit in absehbarer Zukunft eine Operation zur Folge haben, um ein schmerzfreies Leben zu ermöglichen. 

Darüber hinaus leiden sie alle unter Giardien (durch Parasiten hervorgerufene Durchfallerkrankung). Jetzt haben unsere Tierpfleger und Tierärzte alles zu tun, um die Fellnasen wieder zu Kräften zu bringen.  

 Bitte unterstützen Sie uns, dass auch in Zukunft solche Transporte aufgehalten werden können und die armen Lebewesen bei uns versorgt werden können, bis sie in ein Zuhause einziehen können. 

16.10.2023

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